Arbeitsgruppe Digitale Sprachverarbeitung
Die AG Digitale Sprachverarbeitung mit Herstellern von Krankenhaus- und Praxis-informationssystemen, Spracheingabegeräten ebenso wie digitalem Diktatmanagement und Spracherkennung hat sich zum Ziel gesetzt:
- Die gemeinsame Nutzung/Integration der jeweiligen Technologien und Produkte durch Standards und Erfahrungsaustausch für Anwender zu verbessern, und
- Empfehlungen für Verantwortliche im Gesundheitswesen ebenso wie für Anwender und die Implementierung begleitende Unternehmen auszuarbeiten, wie Lösungen für digitale Sprachverarbeitung in der Praxis nach Best Practice eingeführt und der Nutzungsgrad bei Spracherkennung über die Zeit kontinuierlich ausgebaut werden kann.
Der bvitg bietet dabei die Möglichkeit, den im Tagesgeschäft vorhandenen Wettbewerb auszublenden und auf Basis der umfangreichen Erfahrungen der AG allgemein gültige Leitlinien für Anwender zu erarbeiten. Mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen Kunden und Hersteller durch Verwendung gemeinsamer Begriffe und Definition von Sollfunk-tionalitäten produktiver zu gestalten und die Verhandlungen zwischen Kunden und Anbietern auf das Erzielen von nachhaltigen Produktivitäts- und Prozessverbesserungen zu lenken.
Projektbericht 2010
Die Arbeitsgruppe digitale Sprachverarbeitung hat Mitte 2009 die Arbeit aufgenommen. Die dabei entwickelten Standards ruhen auf einem soliden Fundament, da mit den Firmen Nuance, MediaInterface, 4voice und Grundig sowohl die wesentlichen Anbieter für digitales Diktatmanagement, Sprachverarbeitung und Diktierhardware als auch mit Siemens und iSoft renommierte Anbieter von klinischen Informationssystemen zu den Gründungsmitgliedern der AG gehören.
Das erste von der AG umgesetzte Projekt bestand darin, die aus heutiger Sicht sinnvollen Anwendungs-Szenarien und Prozesse für einen Einsatz der digitalen Sprachtechnologie im Zusammenspiel mit klinischen Informationssystemen (KIS, RIS, PVS) für Kunden und Beratungsdienstleister im Sinne einer Empfehlung aufzuzeigen.
Diese erheben nicht den Anspruch einer Vollständigkeit, sondern repräsentieren vielmehr die tägliche Projekterfahrung der AG-Mitglieder. Vornehmlich soll durch eine vereinheitlichte Darstellung der Funktionalitäten die Transparenz für einen Vergleich der unterschiedlichen angebotenen Systeme und deren Zusammenspiel mit den Informationssystemen erhöht werden, um den Kunden im Gesundheitswesen bei der Auswahl eines auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Systems zu unterstützen.
In der AG wurden sechs Use-Cases als allgemein gültig identifiziert und beschrieben:
- Digitales Diktat
- Spracherkennung online
- Spracherkennung offline - Umsetzung im Hintergrund
- Ergänzung durch ein Nachtragsdiktat
- Diktieren mit mobilen Gerät mit anschließender Abschrift
- Diktieren mit mobilen Gerät und anschließender Spracherkennung offline
Das aktuell von der AG bearbeitete Projekt ist die gemeinsame Erstellung eines Implementierungsleitfadens. In diesem Leitfaden soll für Verantwortliche im Gesundheitswesen, die eine digitale Sprachverarbeitungslösung integriert in ihr klinisches Informationssystem auswählen und einführen wollen, die umzusetzenden Prozessschritte inklusive Betreuung des Laufenden Betriebes dargestellt und erläutert werden. Dieser Leitfaden soll im kommenden Jahr auch Dienstleistern im Gesundheitswesen, die die Einführung von umfangreichen Softwareprodukten begleiten, im Rahmen eines eintägigen Workshops zur Verfügung gestellt werden.
Weitere von der AG identifizierte Projekte sind die Evaluierung von gemeinsamen Schnittstellenstandards sowie kommunikative Maßnahmen zur Förderung des Einsatzes von digitaler Sprachverarbeitung.
Stellvertretender Arbeitsgruppenleiter
Christoph Nahrstedt, MEDNOVO GmbH
christoph.nahrstedt@mednovo.de
